#1

Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 25.11.2018 16:14
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

XXX



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#2

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 25.11.2018 18:48
von Jordan Richard Lynch • 48 Beiträge

>>> cf: Seitenstraße



Schon die Tatsache, dass sie ihn nich direkt abwimmelte, sprach doch für sich. Sie hatte ja nicht Mal versucht, ihn irgendwie loszuwerden und das war doch eine eindeutige Einladung, in seinen Augen zumindest. Während er ihr zu einem ziemlich großen Wohngebäude folgte, tippte er ein wenig abwesend auf seinem Handy eine Nachricht an seinen Vater - würde er sich wohl doch noch gedulden müssen. Würde ihn sicherlich nicht freuen, aber wer war Jordan schon, dass er sich wirklich dafür interessieren würde, ob er irgendwo pünktlich aufkreuzte oder nicht. Was seine Pünktlichkeit anging, war er so ziemlich der unzuverlässigste Mensch der Welt, nicht zu vergessen, dass er sich Sachen ziemlich schlecht merken konnte. Umso besser war es, dass Laia so einen simplen Namen hatte - ansonsten würde er diesen ja irgendwann vergessen, und das wäre ziemlich schade. Kurz darauf ließ er sein Handy wieder verschwinden, ohne auf eine Nachricht zu warten und folgte Laia schlussendlich ins Innere des Hauses. Ein helles Treppenhaus erwartete ihn und auch wenn Laia ihn mit bissigen Kommentaren überhäufte, tat er diese nur mit einem leichten Schmunzeln ab. "Ja ja.", gab er zurück und als sie die Wohnungstür aufschloss, lehnte er sich seufzend an der Wand an. Dass gerade eine von Laias Nachbarinnen die Treppe hinunter kam, die sie schief anschaute, nutzte er nur, um ein Grinsen aufzusetzen. Wie es wohl aussehen musste für Außenstehende? Eigentlich wollte er sich das gar nicht vorstellen, aber es war zu lustig. Auf Laias Worte hin, zuckte er nur wieder mit den Schultern und stieß sich von der Wand ab, ehe er ihr ins Innere der Wohnung folgte. "Ist doch schick.", meinte er, mehr oder weniger monoton, während er kurz einen Blick in den Flur warf. Der Höflichkeit wegen zog er zumindest seine Schuhe aus, damit er den Dreck der Stadt nicht auch noch in ihre Wohnung trug. Wie er eigentlich schon erwartet hatte, war die Wohnung ziemlich ordentlich und nicht zu vergleichen mit Jordans Keller-Wohnung. Ihm war nicht entgangen, dass Laia mit ihren Kommentaren eher ihre Unsicherheit überdeckte, denn ihre Sätze und Worte wurden wieder schneller und immer sinnloser, aber sagen würde er dagegen sicherlich nichts. Nachdem er seine Schuhe abgestellt hatte, packte er die Einkaufstüte auf einen Schrank im Flur und ließ diese dort erstmal stehen. Er durfte sie nachher nur nicht vergessen. Das war einfach teilweise eine ziemliche Mädchenwohnung, mit irgendwelchen Bildern an der Wand und Grünzeug in den Ecken. Sowas würde Jordan sich niemals antun. Viel Deko-Kram bedeutete auch, dass er viel mehr sauber machen müsste und das fand er sowieso nicht gut.
Während er Laia einen kurzen Blick zuwarf, spazierte er geradewegs hindurch in ihr Wohnzimmer. Joa, war doch ziemlich ansehnlich! "Du hättest mich wegschicken können - hast du aber nicht.", bemerkte er dann, keineswegs provozierend oder sarkastisch. Sein Gesichtsausdruck war sogar relativ ernst, während er sich im Wohnzimmer etwas umsah und sich schließlich ungefragt auf die Couch sinken ließ. Seine Manieren ließen wie gewohnt zu wünschen übrig - dafür war er aber auch nicht bekannt. Seufzend legte er die Füße hoch, wobei er Mal wieder ziemlich froh war, dass er eine Trainingshose anhatte. Jeans waren so ziemlich der unbequemste Dreck der Erde. Beinahe hätte er sie gefragt, ob sie ihm nicht ein Shirt leihen wollte, da bemerkte er seinen Denkfehler auch schon und musste ein wenig schmunzeln. "Was mach ich jetzt wegen meinem Oberteil, das wegen dir nass ist?" Er legte den Kopf fragend auf die Seite und sah sie abwartend an.


@Laia Chamberlaine



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#3

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 25.11.2018 20:46
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

Seine Frage beinhaltete einen eindeutigen Hinweis, dass er vermutlich dieselbe Nummer abziehen wollte, welche bei seinen anderen zahlreichen Mädchen funktionierte. Aber Laia gehörte nicht zu diesen Mädchen. Sie übergab nicht so schnell die Kontrolle über ihren Körper einem anderen Kerl. Oder besser gesagt, einem fremden Kerl. Bisher wusste sie nur seinen Namen. Alles weitere war unbekannt. Aber Laia befürchtete, dass die restlichen Details ein Geheimnis bleiben würden. Aus dem Grund gab sie ihm keine Antwort, sondern verließ den Raum um in das Schlafzimmer zu gelangen, welches gegenüber von dem Wohnzimmer lag. Sie beachtete kaum die chaotische Umgebung, welche aber nur in diesem Raum herrschte, sondern umfasste ein Oberteil, dass an vergangene Zeiten erinnerte. An unangenehme Zeiten. Zeiten, die aber immer noch präsent waren. In manchen Dingen vermischte sich einfach die Vergangenheit mit der Gegenwart. Es mussten noch nicht einmal große Ereignisse oder sonstige Dinge sein. Es genügte ein Kleidungsstück, damit die Vergangenheit zum Vorschein kam.
Damit sie sich nicht in diesen Gedanken verlor, ging sie mit raschen Schritten zurück in das Wohnzimmer und legte das Oberteil vor Jordan auf den Tisch. "Ich bin mir nicht sicher, ob dir dieses Oberteil passt, aber wenigstens ist es sauber." Laia setzte sich neben Jordan auf die Couch, während sie auf seine nächste Reaktion wartete. Bevor er jedoch eine Antwort von sich geben konnte, öffnete sie erneut ihren Mund. "Bitte versuch jetzt ja nicht heraus zu finden, woher dieses Oberteil stammt. Ich habe weder eine Vorliebe für Klamotten aus der Männerabteilung, noch gehöre ich zu den Personen, die sich Kleidungsstücke von irgendwelchen Personen ausborgen." Ausborgen war ein netterer Begriff für klauen. Laia schloss für einen Augenblick die Augen, da die Erschöpfung sich in jedem Winkel von ihrem Körper ausbreitete. Normalerweise würde sie um diese Uhrzeit auf der Couch liegen und durch das Geräusch von dem Fernseher in eine andere Welt abtauchen. Aber dieser Tag war nicht normal. Dies bewies Jordan, welcher anscheinend kaum eine Minute benötigte um sich an einem neuen Ort zurecht zu finden. Laia öffnete ihre Augen wieder, damit sie die nächste Handlung von Jordan mit bekam. Sie wusste einfach nicht, was seine weitere Reaktionen sein würden. Dafür wirkte sein Gesicht viel zu neutral. Keinerlei Gefühle waren darauf zu sehen. Er war wie ein Tagebuch, zu welchem man ein Schlüssel benötigte, damit man es lesen konnte. "Also, da du mir in meine Wohnung gefolgt bist, hast du sicher einen Plan, was du als nächstes anstellen wirst. Oder gehörst du eher zu der Sorte von Menschen, welche spontan etwas entscheiden?" Sie setzte sich etwas aufrechter hin, aber zog dann ihre Beine an, um eine bequemere Postion zu finden. Gleichzeitig ließ sie ihren Blick auf dem Gesicht von Jordan ruhen, womit sie ihm ihre gesamte Aufmerksamkeit schenkte.

@Jordan Richard Lynch



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#4

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 26.11.2018 20:25
von Jordan Richard Lynch • 48 Beiträge

Schwiegend sah er Laia nach, wie sie eilig hinter einer Tür verschwand. Eine Weile fragte er sich, was sie dort machte und überhaupt, was für ein Raum es war. Ihr Schlafzimmer? Ein Schmunzeln bildete sich auf seinen Lippen, als sein Kopf wieder jegliche Szenarien durchging, die sich in der Wohnung abspielen könnten. Als Laia wieder auftauchte, verschwand sein Schmunzeln und er sah sie nur wieder neutral an. Sie legte ein Shirt vor ihm auf dem Couchtisch ab und er nahm es geradewegs an sich. Er faltete es auseinander und betrachtete es einen Moment. Es sah recht schlicht aus und da Laia direkt meinte, dass er sie bloß nicht darauf ansprechen sollte, unterließ er es auch. Vermutlich war es von irhem Ex-Freund und offensichtlich waren die Beiden alles andere als gut auseinander gegangen. Das war zumindest eine Sache, die Jordan tatsächlich respektierte, auch wenn er sowieso nicht verstand, wie man sich sowas antun konnte. Es hatte seinen Grund, wieso Jordan niemals eine Beziehung eingehen wollte - und dieser Grund nannte sich ausnahmsweise mal nicht 'Entzugsklinik'. Seufzend stand Jordan auf und sah sich das Shirt noch einmal an - hm, könnte ihm sogar ein bisschen zu groß sein! Jordan war jetzt nicht unbedingt das, was man 'kräftig' oder 'muskulös' nannte. Er war eher von der Marke 'schlank' und das fand er eigentlich auch ganz gut so. Während er ihr zuhörte, zog er sich kurz darauf auch schon sein nasses Shirt aus und warf es über die Rückenlehne der Couch. "Ich würde mich ja eher als spontan bezeichnen.", antwortete er grinsend und zog sich dann auch schon das dunkle Shirt über. Wie er schon erwartet hatte, war es wirklich ein wenig zu groß - vielleicht eine halbe Größe, aber sonderlich auffallen tat es nicht. Kurz darauf ließ er sich wieder auf die Couch sinken und legte seine Beine wieder entspannt hoch. Ja, Jordan konnte sich so ziemlich überall wie zu Hause fühlen und er sah das gerne als Talent an, was ihm durchs Leben helfen konnte. Es hatte zwar seine Nachteile, wenn es Mal nicht funktionierte, denn dann wurde seine Inkompetenz was Konversationen anging, nur noch offensichtlicher. Meistens konnte er seine kaum existente Soazialkompetenz mit seiner Arroganz überschatten und dann fiel es gar nicht mehr so sehr auf. Sein Blick fokussierte wieder Laia, ehe er sich mehr in ihre Richtung drehte und die Arme entspannt vor der Brust verschränkte. "Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass du mich überhaupt mit hier rein nimmst. Ich könnte dich ausrauben!" Jordan grinste sie nach wie vor an, immerhin war es klar, dass er hier Witze riss. Zwar war er nicht unbedingt das, was man heutzutage nett und freundlich nannte, aber ein harmloses Mädchen ausrauben? Das konnte nicht Mal er bringen. "Erzähl ein bisschen was, Laia! Was machst du so? Wie alt bist du?" Jordan schaffte es nicht wirklich, Interesse zu zeigen, obwohl er es tatsächlich wissen wollte. War natürlich die andere Sache, ob Laia überhaupt sowas mit ihm teilen wollte, aber er sah auch keinen direkten Grund, was dagegen sprechen sollte.



@Laia Chamberlaine



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#5

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 26.11.2018 21:00
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

"Wieso überrascht mich deine Antwort nicht?" Jordan wirkte keineswegs, wie eine Person, welche sich für jeden weiteren Tag einen Plan erstellte, oder sich gar an irgendwelche Regeln hielt. Laia dagegen fehlte ein wenig die Spontanität. Aber diese Spontanität war mit vergangenen Fehlern verschwunden. Sobald man von einem Plan abwich, passierten Fehler. Und diese Fehler konnten ein gesamtes Leben ruinieren. Diese Meinung bestand erst seit einiger Zeit. Ihr Leben hatte sich komplett verändert. Das ständige Lächeln war von ihren Lippen verschwunden. Meistens war es nur noch ein schwacher Versuch von einem Lächeln. Aber dieser schwache Versuch genügte, um zumindest den Schein von einer Fröhlichkeit zu bewahren. Es gab nur wenige Personen, welche einen Blick hinter diese Maske wagten. Immerhin zeigte ihr äußeres Erscheinungsbild ein junge Frau, welche sich keineswegs mit solchen Dingen beschäftigen musste, oder sollte. In ihrer Welt durfte es keine Fehler geben. Deshalb waren es die Regeln, die sie Tag für Tag aufrecht hielten. Zudem sorgten diese dafür, dass sie sich von keinen Dingen ablenken ließ. Ihr Leben mochte zwar auf diese Weise recht langweilig wirken, aber Laia kam damit zurecht. Es hatte sie auch niemand dazu gedrängt, auf diese Weise ihr Leben zu führen. Es war ihre ganz eigene Entscheidung gewesen. Eine Entscheidung, die sie aber immer öfters bereute.
Laia hob eine Augenbraue an, ehe sie sich gegen die Lehne von der Couch lehnte. "Natürlich könntest du mich ausrauben, aber ganz ehrlich? Das bisschen Geld wird dir nicht einmal für eine Woche reichen. Zudem gibt es auch keine Wertvolle Gegenstände. Den Versuch kannst du dir also sparen." Sie konnte nicht einmal einen Grund nennen, weshalb ihre Laune von Sekunde zu Sekunde ins negative rutschte. Aber irgendetwas an seinen Worten reizte sie, diese unfreundlichen Antworten von sich zu geben. Selbst der Unterton in ihrer Stimme enthielt nichts mehr von einer Freundlichkeit. Aber dennoch war da eine gewisse Interesse, welche sie dazu brachte, seine Fragen zu beantworten. Vielleicht würde sie dadurch auch einen Einblick in sein Leben bekommen. "Wieso machen wir daraus nicht ein Spiel? Immerhin siehst du nicht so aus, als ob du bald verschwinden würdest. Für jede Antwort von mir, darf ich dir eine Frage stellen." Laia wartete nicht einmal, bis er diesem Spiel zustimmte, sondern richtete nun ihren Körper auf, damit sie sich dem Spiel mit voller Konzentration widmen konnte. "Tja, vermutlich führe ich genau das Leben, welches du dir schon ausgemalt hast. Ich bin eine 21-jährige Frau und studiere momentan Journalismus. Du hast es also mit einer zukünftigen Journalistin zu tun." Diese Details genügten vorerst. Nun war Jordan an der Reihe zwei Details zu verraten. "Und du? Studierst du ebenfalls?" Jordan sah nicht wie ein typischer Student aus, aber sie konnte sich auch täuschen. Immerhin beinhaltete jede Person das ein oder andere Geheimnis.

@Jordan Richard Lynch



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#6

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 26.11.2018 21:21
von Jordan Richard Lynch • 48 Beiträge

Er konnte nicht genau schrieben, was es war, aber irgendwie weckte Laia mit ihren patzigen, unfreundlichen Antworten immer mehr sein Interesse. Er war es sowieso Leid, dass ihm manche Weiber wie Kaugummi an den Lippen klebten und da war so ein bisschen raue Abwechslung doch Mal ganz gut, auch wenn es gewöhnungsbedürftig war. Das war jedoch eine Sache, an die er sich ganz gerne gewöhnte. Ihre Worte ließen ihn nur wieder grinsen und er zog kurz die Schultern hoch. "Ich bekomme oft zu hören, dass ich wie ein sponter Mensch aussehe." Stimmte auch. Ungeföhr die Hälfte seiner Tättoowierungen waren völlig spontan durch eine 'Eingebung' entstanden. Zwar hatte er auch einige mit tieferer Bedeutung, wie der Schriftzug auf seinem Unterleib oder die Schritzüge auf seinen Knöcheln. Wenn er nicht so ein furchtbar schlechtes Einschätzungsvermögen hatte, würde er Laia als eine ziemlich bodenständige Frau einstufen, auch wenn sie ihre kindlichen Seiten hatte, wie er vorhin schon bemerkt hatte. Diese Vermutung direkt äußern wollte er aber nicht, denn die Chance bestand, dass er absolut daneben lag. Während er sie wieder aufmerksam musterte, lauschte er wieder ihren Worten und erneut brachte sie ihn, vermutlich unabsichtlich, zum Grinsen. Wenn es stimmte, was sie sagte, dann würde er sich seine Restenergie wirklich lieber für den Weg nach Hause aufsparen - wenn es heute noch dazu kommen würde, denn wie sie nun beide wussten: Jordan war äußerst spontan und hin und wieder war diese Art und Weise ansteckend. Die andere Frage war natürlich, bo das ausgerechnet bei Laia auch so sein würde, denn bisher schätzte er sie nicht so ein. Bodenständig, aber vielleicht auch etwas verklemmt. Mochte aber auch daran liegen, dass er sie ja noch nicht wirklich lange kannte.
Als sie vorschlug, dass sie aus dem ganzen Small-Talk Mist doch ein Spiel machen sollten, setzte sich Jordan tatsächlich ehrlich-interessiert auf und blinzelte fragend, bis Laia ihm eine genauere Erklärung lieferte. Gut, die Spiele die er im Normalfall spielte, beeinhalteten Alkohol, aber damit konnte er sich auch vorerst zufrieden geben. Besser, als würden sie in peinlicher Verschwiegenheit nebeneinander sitzen und durch die Gegend schauen wie verschreckte Erdmännchen. Deswegen nickte er nur. "Klingt interessant - machen wir so!" Als würde er dazu 'Nein' sagen! Dafür war er doch ein wenig zu interessiert daran, etwas über sie zu erfahren, völlig egal was. Als sie Antworten auf seine eben gestellten Fragen gab, verzog er die Lippen zu einem leichten Lächeln. Da war seine Einschätzung wohl wirklich richtig gewesen. Gut, nur weil sie nicht unbedingt aussah wie 21 - kam ja häufiger vor. "Laia, 21, studiert Journalismus.", wiederholte er, in erster Linie, damit er es nicht zu schnell vergessen würde. Dann lauschte er ihrer Frage und hob leicht eine Augenbraue. "Damit willst du deine erste Frage verschwenden?" Er zuckte leicht schmunzelnd die Schultern. Eigentlich hatte er immer gedacht, dass man ihm sofort ansah, dass er kein Student war. "Ich studiere nicht - ich bin seit kurzem erst Bar-Manager in einem Casino, außerdem spiele ich in einer Band, aber das ist eher ein Hobby als alles andere. Bevor du fragst: ich bin 23." Er nahm ihr die eine Frage gerne ab. "Du hast noch eine offen - und sei ein bisschen kreativ!" Dass ausgerechnet er das sagte, war auch ziemlich ironisch. Sein kreatives Denken war meistens noch eingeschränkter als sein Erinnerungsvermögen.



@Laia Chamberlaine



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#7

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 26.11.2018 22:01
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

"Woran liegt das nur?" Laia konnte sich diesen ironischen Unterton nicht verkneifen. Gleichzeitig hatten sich ihre Lippen zu einem breiten Grinsen verzogen. "Womöglich, weil du aussiehst wie der normale Traum von einem Schwiegersohn?" Sie ließ ihren Blick über seinen Körper gleiten, während sie immer wieder an den einzelnen Tattoos einen Augenblick verharrte. Mit einem Finger strich sie über seinen Oberarm, wobei sie eher über das Tattoo strich. "Wie viele Tattoos verzieren momentan deinen Körper? Gibt es überhaupt noch ein Fleck, der nicht von einem Tattoo überdeckt wurde?" Ein jedes Tattoo war sicher mit mehr oder weniger starken Schmerzen verbunden. Aus dem Grund hatte Laia bisher immer nur mit dem Gedanken gespielt, aber diesen Gedanken nie zur Realität werden lassen. Es war ein unerfüllter Wunsch. Jedoch konnten die Träume irgendwann in Erfüllung gehen. Es überraschte Laia ziemlich, dass Jordan in dieses Spiel mit einstieg. Immerhin war es ein harmloses Spiel, ohne irgendwelche Hintergedanken. Jedoch konnte es äußerst interessant werden, sobald die richtigen Fragen gestellt wurden. "Wir sollten nur noch festlegen, was passiert, wenn man auf eine Frage nicht antworten möchte." Sie würde nicht auf jede Frage eine Antwort geben. Schließlich sollten nicht alle Geheimnisse offenbart werden. Manche blieben einfach im verborgenen. "Entspreche ich deinen Vorstellungen? Oder hast du dir etwas anderes vorgestellt?" Sie war neugierig, was in seinen Gedanken vor sich ging. Aber ihre Konzentration lenkte sich gleich darauf auf die Antwort von Jordan.
Diese war durchaus überraschend. Mit solch einer Antwort hatte sie in der tat nicht gerechnet. "Tatsächlich? Ein Bar-Manager? Das klingt nach einer Menge an Verantwortung. Wie bist du zu diesem Job gekommen?" Laia löste ihr Bein, da diese Position allmählich unbequem wurde. Während sie ihr Beine ebenfalls auf dem Tisch ablegte, berührte sie aus versehen mit ihrem einen Bein das von Jordan. Aber dennoch zog sie ihr Bein nicht zurück, sondern ließ es dicht neben seinem liegen. Sie wusste nicht so recht, weshalb sie diese Berührung zuließ, zumal dies nicht die erste Berührung war. Deshalb versuchte sie durch eine weitere Frage von dieser Berührung und dem damit verbundenen Gefühl, dass sie äußerst verwirrte, abzulenken. "Was genau spielst du in der Band? Und gibt es schon Auftritte von dieser Band?" Sie konnte ihre Neugier nicht mehr zurückhalten. Sein Leben war deutlich spannender als ihr eigenes. Ihr Leben ließ sich mit wenigen Worten beschreiben. "Erzähl mir den wahren Grund für das Nasenbluten. Und versuch es ja nicht mit einer Lüge. Das funktioniert nämlich nicht." Laia wandte sich mit ihrem Oberkörper dem von Jordan zu, während sie einen Arm auf der Lehne von der Couch ablegte. Somit konnte sie sein Gesicht betrachten, und auch jede weitere Reaktion mitverfolgen.

@Jordan Richard Lynch



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#8

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 27.11.2018 18:22
von Jordan Richard Lynch • 48 Beiträge

Ganz offensichtlich interessierte sich Laia für ihre eigens entworfenen Regeln nicht. Immer, wenn er auf eine Frage gerade antworten wollte, stellte sie bereits ganz neugierig die nächste. Jordan war einigermaßen froh, dass er sich ihre Fragen soweit beibehalten konnte und auch wenn sein Erinnerungsvermögen nach wenigen Minuten schon ganz schön zu kämpfen hatte, behielt er sie alle beisammen. Okay, ganz von vorn beginnen, Jordan! "Ich könnte es keiner Mutter verübeln, wenn sie mich als Schwiegersohn haben wollen würde. Wer hat nicht gerne neben seiner Tochter am Tisch so einen unglaublich gutaussehenden Kerl wie mich?" Seine Augenbrauen hoben sich sarkastisch an und leicht lachend sah er sie dabei an. Sie hatte schon wieder etwas Unruhiges an sich, was gleichzeitig auch daher kommen konnte, dass sie gerade ziemlich neugierig schien. Als ihre Finger hauchzart über eines seiner Oberarm-Tattoos strichen, bekam er sogar kurz eine Gänsehaut, räusperte sich jedoch nur und wandte sich ihr ein wenig mehr zu. "Kann ich nicht genau beantworten, muss ich zugeben. Einige davon sind entstanden, als ich nicht ganz nüchtern war. Es sind auf jeden Fall ziemlich viele. Und na ja... ich hab überall ein paar. Platz habe ich auf jeden Fall noch!" Jordan liebte seine Körperkunst, völlig egal wie und wann sie entstanden waren. Im Endeffekt war jedes Tattoo ein Teil von ihm und mittlerweile konnte er kaum mehr aufhören, zum Tättoowierer zu rennen. Auf ihre Aussage bezzüglich der Fragen, auf die man nicht antworten wollte, zuckte er leicht die Schultern. Darauf fiel ihm gerade nichts ein. "Du verstößt gegen deine eigenen Regeln, Laia!" Er hob tadelnd eine Augenbraue, konnte aber nicht lange ernst bleiben. "Ich kann's dir nicht verübeln - ich führe ein sehr interessantes Leben." Seine Stimme triefte vor Ironie und doch wollte er auch ihre nächste Frage beantworten. "Ob du meinen Vorstellungen entsprichst? Was soll ich sagen... Ich hab dich als ziemlich bodenständig eingeschätzt und ein Journalismus-Studium passt da denke ich ganz gut. Auch wenn du manchmal ein bisschen verunsichert wirkst. Außerdem beweist deine Neugierde nur noch mehr, dass das Studium zu dir passt." Es überraschte ihn ein wenig, wie angetan Laia anscheinend von seinen Antworten war. Er hätte nicht damit gerechnet, dass sie tatsächlich ernstahftes Interesse zeigen würde. "Sagen wir Mal so: ich hatte die richtigen Kontakte." Das stimmte zwar nur halb, denn immerhin war sein Boss gezielt auf ihn zugekommen, aber er musste ihr ja nicht die hundertprozentige Wahrheit auf die Nase binden. Jordan wanderte mit seinem Blick kurz zu ihrem Bein, welches mittlerweile an seines gelehnt war, sagte dagegen jedoch nichts. Wieso auch? Ihn störte das absolut nicht. Ein wenig abwesend, wurde er dann von Laia wieder in die Realität gerufen und musste kurz überlegen, was sie eigentlich gesagt hatte. "Ich spiele Schlagzeug und bisher, sind wir zwar noch in einer Art Aufbauphase, aber es wird." Irgendwie war es schon fast niedlich, wie neugierig sie war. Ihre letzte Frage ließ ihn plötzlich blass um die Nase werden und sein Blick fokussierte sie aufmerksam. Gut, seine Lügen ließen wirklich zu wünschen übrig und als angehende Journalistin, hatte sie vielleicht auch ein Gespür dafür entwickelt. Er räusperte sich leise. "Ich würde lieber von der Bestrafung Gebrauch machen. Die Frage... will ich nicht unbedingt beantworten." Er setzte ein stählernes Lächeln auf und legte den Kopf auf die Seite.



@Laia Chamberlaine



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#9

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 27.11.2018 20:36
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

"Gut, das Aussehen für den Traum von einem Schwiegersohn magst du haben, abgesehen von den Tattoos natürlich, aber ich denke, dass du nicht auf der Suche nach solch einem Leben bist, oder täusche ich mich?" Laia mochte zwar die aufdringliche Eigenschaft einer Journalistin besitzen, aber sie wollte keineswegs zu den Journalisten gehören, welche das Leben von einer Person durch einen einzigen Artikel durcheinander brachten. Ein Grinsen zeigte sich auf ihren Lippen, als sie seinen Worten lauscht. "So lange du nicht deinen Körper durch merkwürdige Piercings zu einem grausigen Erscheinungsbild machst, ist alles in Ordnung." Tattoos mochte eine Sache sein, aber sobald es um Piercings ging, machte Laia einen Schritt zurück. Es waren nicht nur die Schmerzen, welche einen womöglich erwarteten, sondern einfach, dass diese Sache nicht endgültig war. Für Laia benötigte es Dinge, welche das Zeichen für etwas abgeschlossenes zeigten. Und diese Sache beinhaltete nur ein Tattoo. Man konnte es nicht eben so von der Haut entfernen. Es blieb für ein gesamtes Leben. Deshalb war es umso wichtiger ein Zeichen zu wählen, welches eine Bedeutung hatte. "Was bedeuten deine Tattoos? Ich meine, haben sie überhaupt eine Bedeutung, oder sind diese einfach so entstanden?" Auf seine nächsten Aussagen verzog sie nur ihr Gesicht. Natürlich verstieß sie gegen ihre eigenen Regeln! Aber sie konnte nicht aufhören diese Fragen zu stellen. Sie wollte mehr über den jungen Mann erfahren. Und nur durch die Fragen konnte sie einen Einblick in sein Leben bekommen. "Dann kann ich nur hoffen, dass du mich nicht für solch eine Journalistin hältst, welche rücksichtslos das Leben von anderen zerstört." Laia hielt für einen Augenblick inne, ehe sie sich auf seine weitere Antwort konzentrierte. Aber auch hier konnte sie es nicht lassen, ihm eine weitere Frage zu stellen. "Tja, weißt du, deine Antwort klingt wie in einem düsteren Film. Die richtigen Kontakte...", wiederholte sie diesen Teil seiner Worte. "Wie kommt man denn an die richtigen Kontakte?" Etwas an seiner Antwort brachte Laia zum nachdenken. Die Antwort klang nicht gerade beruhigend. Irgendein Detail verheimlichte er. Ihr Bein lag noch immer neben seinem, aber inzwischen war diese Art von Berührung etwas beruhigendes. Es fühlte sich nicht mehr fremd an. "Sollte ihr einen Zuschauer, oder besser gesagt Zuhörer benötigen, dann übernehme ich gerne diesen Posten." Das Lächeln, welches zuvor noch ihre Lippen verziert hatte, verschwand nun. Es blieb nur noch ein Hauch von dem Lächeln übrig. Anscheinend hatte sie mit ihrer nächsten Frage etwas in Jordan bewirkt, wodurch er vor einer Antwort zurück wich. Aber das war in Ordnung, auch wenn die Neugier dadurch nicht weniger wurde. "Ich verstehe das. Jeder hat irgendwelche Geheimnisse, die er lieber für sich behalten möchte. Glaub mir, die gibt es auch in meinem Leben." Laia setzte einen nachdenklichen Blick auf, welcher die Stimmung ein wenig auflockern sollte. "Also, eine Bestrafung würde ich es nicht direkt nennen. Aber du könntest für diese Antwort ein besonders wichtiges Tattoo zeigen. Eines, dass eine ziemlich intensive Bedeutung beinhaltet." Sie legte für einen Augenblick eine Hand auf seine Schulter, damit Jordan merkte, dass es wirklich in Ordnung war, dieses Detail zu verschweigen.

@Jordan Richard Lynch



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#10

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 27.11.2018 21:55
von Jordan Richard Lynch • 48 Beiträge

Bei ihrem Kompliment strich er sich mit einem gespielt-arroganten Lächeln durch die dunklen Haare, ehe er dann auch schon wieder Lachen musste. Meistens bemerkte er gar nicht, wenn er sich selbst wieder in den Himmel lobte, aber wenn er es merkte, dann fand er es sehr oft auch sehr lustig. "Nein, da täuscht du dich absolut nicht. Ich bin ziemlich beziehungsunfähig." Hätte ihn auch ziemlich gewundert, wenn Laia anders gedacht hätte. "Ich lebe von One-Night-Stands, auch wenn's nicht schön klingt." Jordan zuckte beim Beantworten der Frage leicht mit den Schultern. Wenn er es so aussprach, klang es schon fast verwerflich, wie er mit den Gefühlen anderer umging, allerdings sammelte er doch nicht jemanden auf einer Party auf um die Person für den Rest des Lebens zu behalten. Bah! "Piercings? Ne, also da kann ich ganz gut drauf verzichten." Jordan musste sich alleine schon bei der Vorstellung schütteln, denn er machte einen großen unterschied zwischen Tattoo und Piercing. Sich irgendwo ein Loch in den Körper jagen lassen? Nein, sicher nicht! Als Laia auf die Bedeutungen seiner Tättoowierungen ansprach, seufzte er ein wenig überfordert. Alle aufzuzählen wäre jetzt definitiv zu langweilig, zumindest in seinen Augen, deswegen legte er den Kopf kurz in den Nacken. "Das dauert jetzt wirklich zu lange, alle zu erklären." Auf seinen Lippen lag ein Lächeln, als Laia schon fast Bedenken äußerte, die er mit einer Handbewegung ablehnte. "Nicht doch. So wirkst du nun echt nicht." Dass Laia sich mit seiner vorherigen Antwort nicht zufrieden gab, wunderte ihn überhaupt nicht und somit war er bereits darauf vorbereitet, dass sie ihn weiter ausfragen würde. Seine Schultern spannten sich kurz einen Moment an, ehe er sie lockerte. "Kann ich dir nicht sagen.", kam es fast schon zögernd über seine Lippen. Ihre folgenden Worten munterten die Situation jedoch irgendwie wieder auf. "Sehr gerne, ich werde mal mit den anderen reden, aber sicher haben sie nichts einzuwenden.", schmunzelte er und wandte den Blick wieder auf sie, als sie meinte, dass er ihr doch, anstatt eine Frage zu beantworten, die Bedeutung seiner Tattoos verriet. "Gut, dann verrate ich dir jetzt die Bedeutung von zwei, weil ich zwei Fragen nicht beantworten mag." Zwei Fragen, die zusammenhängend waren. Er hielt ihr seine geballten Hände hin. "Das muss ich nicht wirklich erklären, oder? Hauptsächlich habe ich es mir stechen lassen, weil meine Mutter mir das verboten hat. War eines meiner ersten Tattoos." Als nächstes stand er auf und zog das dunkle Shirt nach oben. Da seine Trainingshose eh etwas tiefer hin, war auch das zweite Tattoo perfekt zu sehen. Das war so ziemlich das erste. Hab ich mir mit Siebzehn ohne Erlaubnis stechen lassen. Ich wollte damals schon unter Beweis stellen, dass ich mich nicht an irgendwelche Regeln halte." Danach ließ er sich wieder auf die Couch sinken und betrachtete sie. Er saß ihr etwas näher, was ihn aber wieder nicht störte. Er ging sogar so weit, seine Hand einfach auf ihren Oberschenkel zu legen. Dabei drehte er sich wieder zu ihr. Er wusste nicht genau, wie weit er bei ihr gehen konnte, aber austesten schadete ja nicht. "Und? Hast du sonst noch Fragen?"



@Laia Chamberlaine



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#11

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 28.11.2018 21:12
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

"Tja, da haben wir eine weitere Gemeinsamkeit. Mir wurde ebenfalls vorgeworfen, dass ich Beziehungsunfähigkeit bin." Genau diese Worte waren aus dem Mund von dem Kerl gekommen, der Laia eine ziemlich furchtbare Zeit beschert hatte. Aber es gab nun mal nicht nur die Sonnigen Seiten an einem Leben. Dennoch war Laia nicht darauf aus, sich für jede Nacht einen neuen Typ zu suchen. Zu diesen Frauen gehörte sie nicht, und dennoch fühlte sich diese Situation genauso an. Vielleicht aber nur deshalb, weil sie nun zumindest die Oberfläche von Jordan kannte. Aber die Geheimnisse hatte sie noch nicht ausgraben können. Dafür benötigte es noch eine gewisse Zeit. Seine weiteren Antworten ließen Laia ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, gleichzeitig war aber auch eine gewisse Ernsthaftigkeit auf ihrem Gesicht zu erkennen. "Ich möchte auch niemals zu solch einer Person werden. Schließlich geht es mir nicht darum, eine Person Schaden zu zufügen.", betonte sie nochmals, ehe das Gespräch wieder auf ein anderes Thema gelenkt wurde.
Aber dieses mal wurden ihre Fragen nicht beantwortet. Es war merkwürdig, dass er ausgerechnet diesem Thema auswich. Aber womöglich waren diese Kontakte doch nicht so harmlos. Jedoch ließ sie ihre Augen über sein Gesichtsausdruck wandern, um dadurch womöglich eine Lösung auf seine Schweigsamkeit zu bekommen. Aber dies war unmöglich. Jordan wirkte absolut verschlossen. Und der Schlüssel war unauffindbar. "Was für eine Art von Musik spielt denn deine Band?" Die Neugier ließ sich noch immer nicht zügeln. Laia wollte inzwischen alle Geheimnisse über diesen jungen Mann erfahren. Vielleicht war es genau dieser verschlossene Charakterzug, welcher Jordan unheimlich interessant machte. Sie richtete ihren Blick auf seine Hände, worauf das erste Tattoo zu sehen war. Sie beugte sich ein wenig nach vorne um die Schrift genaustes erkennen zu können. "Oh, also warst du bereits schon früher ein Rebell?" Das Lächeln wurde nun durch das Grinsen ersetzt. Irgendwie war das Bild von dem jungen Jordan recht deutlich in ihren Gedanken vorhanden. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass er seinen Eltern eine problemlose Kindheit gezaubert hatte. "An dieser Eigenschaft hat sich wohl nichts verändert. Vielleicht sollte ich mir auch ein Tattoo stechen lassen, damit ich ein wenig entspannter werde." Dieser Gedanke verschwand aus ihren Kopf, als sich Jordan wieder auf die Couch setzte. Jedoch war der Abstand zwischen ihnen nun noch enger als zuvor. Laia blickte für einen Augenblick auf die Hand, welche sich auf ihrem Oberschenkel legte. Aber diese Berührung war nicht unangenehm. Ganz im Gegenteil, sie löste Gefühle aus, die nicht zu beschreiben waren. Laia konnte nicht genau definieren, was das war. Aber eines war sicher, diese Berührung verwirrte Laia ziemlich. Jedoch versuchte sie sich diese nicht anmerken zu lassen. "Nein, tatsächlich habe ich keine Fragen mehr. Aber mir fallen gewiss noch welche ein, wenn ich weiter darüber nachdenke." Sie versuchte sich nicht in seinen Augen zu verlieren, aber genau dieses Merkmal ließ ihre Neugier verschwinden. Auch die anderen Gedanken verstummten in ihrem Kopf. "Obwohl, eine Frage habe ich. Was genau tust du, wenn deine Berührung nichts bei der Person bewirken, welche du für eine Nacht bei dir haben möchtest?"

@Jordan Richard Lynch



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#12

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 28.11.2018 21:39
von Jordan Richard Lynch • 48 Beiträge

"Ach was? Wirklich?" Tatsächlich konnte sich Jordan das nicht wirklich vorstellen. ZWar war er nicht davon ausgegangen, dass sie gerade in einer Beziehung war, ansonsten würde sie ihn NIEMALS mit zu sich nehmen, aber dass irgendjemand ihr so etwas vorwarf? Sie wirkte auf ihn doch ganz anders, aber inwiefern konnte er ihr Verhalten innerhalb einer Beziehung schon beurteilen? Vielleicht war sie bei ihrem Partner unausstehlich und eine richtige Furie? Alles war möglich! Laia war die Unzufriedenheit über seine Verschwiegenheit ein wenig anzusehen, aber er versuchte einfach, diesen Gesichtsausdruck zu ignorieren. Jordan hatte immerhin seine Gründe, wieso er nicht in alle Welt hinausposaunte, dass er einen Entzug hinter sich hatte. Jordan antwortete auf ihre folgenden Worte nicht, da seiner Meinung nach alles zu dem Thema gesagt war. Zwar war seine Menschenkenntnis nicht die beste, aber Laia wirkte auf ihn einfach nicht so, als würde sie jemals das Leben einer Person zerstören können. Da würde er eher vermuten, dass er derjenige war, der sowas tat. Kurz darauf landeten sie wieder beim Thema Musik und der Band, von der Jordan erzählt hatte. "Es ist ziemlich breit gefächert. Unsere Sängerin ist wirklich begabt, auch wenn sie einem ganz schön auf die Nerven gehen kann." Ein Lächeln spiegelte sich auf seinen Lippen wieder, als er daran dachte, wie oft er sich doch mit Rosa in den Haaren hatte und trotzdem kamen sie irgendwie miteinander aus. Mussten sie ja, der Band zum Wohl, auch. Sein Blick wandte sich wieder auf sie und er wiegte den Kopf von einer Seite auf die andere. "Sagen wir so: ich habe es meinen Eltern und Lehrern nicht unbedingt leicht gemacht, mich großzuziehen." Ein Lachen seinerseits lockerte direkt seine Stimmung, jedoch nur so lange, bis er wieder Laias Gesichtsausdruck sah, der immer noch nach mehr Antworten verlangte. Wie konnte sie nur so viel Interesse daran haben, so viel über ihn zu erfahren? Vor allem, wenn er die pikanten Dinge doch wegließ. "Ich wette, dir würde ein Tattoo ziemlich gut stehen - auch wenn der Einfluss auf den Charakter doch eher gering ist." Wieder musste er lachen. Der Körperkontakt, der mittlerweile zwischen ihnen herrschte, konnte er kaum als etwas Spezielles einstufen. Er legte den Kopf auf die Seite, als Laia meinte, dass sie vorerst keine Fragen mehr hatte und irgendwie war er ziemlich froh darüber. Nicht, dass er ihr die Fragen nicht gerne beantwortet hatte, aber es war die eine Sache, oberflächlich Fragen zu beantworten. Die andere war es, ins Detail zu gehen und das wollte er unbedingt vermeiden. Obwohl er gedanklich schon wieder ganz woanders war, vernahm er die Worte von Laia, auch wenn er eine Weile brauchte um sie zu verarbeiten. Mit leicht gehobenen Augenbrauen sah er die Brünette neben sich an und musterte ihren Gesichtsausdruck. War das jetzt eine indirekte Aufforderung, oder hatte ihr unschuldiges Gemüt dafür gesorgt, dass es sich nur so anhörte? Vielleicht hörte er auch nur wieder das, was er eigentlich hören wollte. Sein Blick suchte nach Anzeichen, dass sie es ganz anders gemeint hatte, aber alle Zeichen standen auf 'Mach einfach!'. Normalerweise war Jordan nun wirklich nicht zögerlich, aber wenn er sonst so schnell an eine Sache heranging, war entweder er betrunken oder seine Begleitung. In dieser Situation waren sie offensichtlich beide nüchtern und das verwirrte ihn, auch wenn er es ungern zugab. Dennoch - wenn nicht jetzt, wann dann? Jordan schob den Gedanken, dass sie sich so gut wie gar nicht kannten und durch einen dummen Zufall eben auf der Straße kennen gelernt hatten, einfach bei Seite und beugte sich leicht zu Laia hinunter, ehe er sie einfach küsste. Seine Hand ließ er dabei auf ihrem Oberschenkel liegen. Ja, doch. Jordan war sich ziemlich sicher: selbst, wenn sie es nicht wollte, dafür hatte sich der Schritt nach vorn doch sehr gelohnt.



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#13

RE: Wohnzimmer

in Laia Chamberlaine 29.11.2018 18:07
von Laia Chamberlaine • 16 Beiträge

"Ja, anscheinend sehen nicht alle Personen die Charakterzüge von nett und unschuldig in mir." Ihre Lippen deuteten nur das Lächeln an. Sie konnte nicht die benötigte Kraft aufbringen, auch den anderen Mundwinkel anzuheben. Auf diesen Teil ihrer Vergangenheit war sie eindeutig nicht stolz. Es war ein Fehler gewesen, sich auf diesen Mann einzulassen. Deshalb bereute sie auch diesen Fehler. Aber die Vergangenheit konnte man nicht rückgängig machen. Es gab keine Funktion, damit gewisse Situationen ausgelöscht wurden. Dies war vermutlich auch der Grund für die Verschwiegenheit von Jordan. Auch er verbarg ein solches Geheimnis, nur versuchte er kein einziges Wort darüber auszusprechen. In dieser Hinsicht war er begabter als Laia. So wie auch in dem Gebiet, geschickt das Thema wechseln zu können. Aber zumindest konnte sie dadurch etwas über sein Leben erfahren. "Oh, das klingt tatsächlich interessant. Dabei dachte ich, dass dir niemand sonst auf die Nerven gehen kann, wie ich." Das Lächeln auf seinen Lippen wiederspiegelte die Wahrheit, die über seine Lippen kam. Laia erahnte, dass dieser Bereich, also die Musik, eine große Leidenschaft von Jordan war. Er mochte es zwar als ein Hobby bezeichnen, aber vermutlich spielte es eine deutlich größere Rolle in seinem Leben, als er es beschrieb. Eine solche Leidenschaft besaß auch Laia. Nur ging es bei ihr um das Schreiben von Geschichten. Somit konnte sie wenigstens für einige Stunden in eine andere Welt abtauchen. In eine Welt, welcher einer anderen Person gehörte. Die Worte von Jordan holten sie wieder zurück in die Realität. Durch seinen Satz wurde zumindest ihre Theorie über seine Kindheit bestätigt. "Es hätte mich überrascht, wärst du als Kind anders gewesen." Das Grinsen auf ihren Lippen glich nun nicht mehr dieser seltsamen Grimasse. Durch das angenehme Gespräch, verschwand auch nach und nach ihre Zurückhaltung. "Ich denke, dass dieses Tattoo dennoch Einfluss auf meinen Charakter haben würde. Schließlich kennt mich meine Familie nicht als solch eine Person, welche sich an Tattoos heran getraut."
Laia begann ebenfalls ihre Lippen zu einem Lachen zu verziehen, aber sobald dieses Lachen verschwand, kam die unangenehme Stille aus den Ecken gekrochen. Es war eine Stille, in welcher ihr einfach die Worte fehlten. Dadurch entstanden dann meistens merkwürdige Gesprächsthemen, welche bisher jegliche Gesprächspartner von Laia vertrieben hatten. Aber sie musste gar nicht nach solchen Worten suchen. Die Suche war überflüssig. Es waren die Lippen von Jordan, welche sich auf ihre legten. Diese Berührung ließ all die Gedanken in ihrem Kopf verschwinden. In diesem Augenblick zählte nur noch diese Art von Berührung. Laia war bewusst, dass dieser Kuss eigentlich deutlich zu früh war. Aber es passte auch schon wieder zu der merkwürdigen Situation. Deshalb strich sie mit einer Hand über seinen Arm und ließ ihre Hand auf seiner Schulter liegen. Um seine Nähe noch intensiver spüren zu können, verringerte sie den geringen Abstand, in dem sie ihre andere Hand in seinen Nacken legte und ihn dadurch näher zu ihrem Körper zog. Der Kuss, welcher anfangs noch zögerlich und unsicher wirkte, wurde nun intensiver und leidenschaftlicher.

@Jordan Richard Lynch



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