#1

Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 21.11.2018 17:51
von Puppetmaster • 168 Beiträge

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#2

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 21.11.2018 20:09
von Ajax Tanner | 291 Beiträge

Er erreichte den Raum, den sie sich für ihre Proben gemietet hatten, deutlich früher als eigentlich geplant, da er unerwartet früher Feierabend machen konnte. Ein Junge, um den er sich kümmerte,war mal wieder nicht zu ihrem Gespräch aufgetaucht, schon das zweite Mal in Folge. Das wäre ein Grund zur Besorgnis, wenn Jax sich nicht schon an seine unzuverlässige Art gewöhnt hätte. Nächste Woche tauchte er sicher wieder auf.. Da man diesen Job nur wirklich gut machen konnte, ohne sich gleichzeitig verrückt zu machen, wenn man die Gedanken daran in seiner Freizeit beiseite schob, tat er genau dies, während er die Tür aufschloss und das Licht einschaltete. Der Raum war nicht sonderlich groß und wirkte durch die Isolierung sogar noch ein wenig kleiner als er tatsächlich war, doch es reichte, um ihre Instrumente unterzubringen und auch noch Platz für eine Couch und einen kleinen Kühlschrank zu bieten. Wenn Jax nicht gerade zu Hause war, war das hier mit Sicherheit zu seinem liebsten Ort in der Stadt geworden, ganz gleich, ob er nun alleine oder mit den anderen hier war. Apropos die anderen.. dabei würde es sich bei der heutigen Probe nur um ihn und Rosa handeln, da die anderen beiden spontan abgesagt hatten. Ihrer Sängerin hatte Jax davon bisher noch nicht berichtet, denn er wusste jetzt schon, dass sie sich furchtbar darüber aufregen würde, dass die anderen das alles hier nicht ernst genug nahmen. Da überbrachte er ihr die schlechten Neuigkeiten doch lieber persönlich, denn mit seiner gelassenen Art stieß Rosa bei ihm meistens auf Granit und er konnte ihr schnell wieder den Wind aus den Segeln nehmen. Da er jedoch noch ein wenig Zeit haben würde, bis sie hier war, nahm er sich ein Bier aus dem Kühlschrank und öffnete dieses, während er sich auf die Couch fallen ließ. Für einen Moment genoss er einfach nur die Ruhe nach dem ganzen Trubel in der Innenstadt, nahm sich schließlich aber seine Akkustik-Gitarre zur Hand, stimmte sie kurz und lehnte sich dann auf der Couch zurück. Mit geschlossenen Augen begann er ein Lied zu spielen, welches ihm momentan nicht mehr aus dem Ohr gehen wollte und sang leise dazu - etwas, was er sonst eigentlich nie tat, wenn andere dabei waren, sondern nur für sich selbst. Er hatte nicht die schlechteste Stimme, aber da Rosa bei Weitem besser war, war er froh, dass sie sie als Sängerin gewinnen konnten.



@Rosa Villanueva



Rosa Villanueva sagt:"Me Gusta!"
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#3

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 23.11.2018 02:42
von Rosa Villanueva | 555 Beiträge

An jenem angenehmen Nachmittag im Plattenladen, wo sie auf der Suche nach einer guten CD für eine ihrer Freundinnen aus dem Seminar gewesen war, hatte sich die Latina von allen vieren den größten Ruck geben müssen, um bei ihrer kleinen Session mit einzusteigen. Umso unerwarteter war es, dass sie sich von ihnen womöglich am meisten für die Band ins Zeug legte. Sie träumte davon, nicht länger unbekannt zu sein, sich einen eigenen Namen zu machen, vielleicht sogar ihre selbst geschriebenen Songs eines Tages vor einem größeren Publikum vorzuspielen. Und eines konnte man ihr lassen — wenn sich Rosita einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, kämpfte sie ihren Ehrgeiz und Dickkopf mit allen Mitteln durch. Dies war bei ihren neusten Bandkollegen bisher leider nicht wirklich angekommen, aber Rosa wäre nicht sie selbst, wenn sie einfach so ein ‚Nein‘ akzeptierte.

„Danke fürs Fahren, Frederico. Ich rufe dich an, wenn ich etwas brauche, ja? Mach dir solange einen schönen Tag“, verabschiedete sie sich überraschend freundlich von ihrem älteren Chauffeur, drückte ihm sanft die Schulter, bevor sie ihre eigene Autotür öffnete und sich auf ihren neusten Jimmy Choo’s in Bewegung setzte. Das erste Mal, als sie vor diesem fahlen Gebäude gestanden und den noch winzigeren Raum besucht hatte, war ihr diese ganze Situation vorgekommen wie ein schlechter Witz. Hier, auf den paar Quadratmetern, sollten sie in Zukunft proben? Wie sollte hier überhaupt ein Schlagzeug reinpassen, ohne, dass man dem nächsten auf die Füße trat? Gott bewahre denjenigen, der auch nur für ein Staubkorn auf ihrer Kleidung verantwortlich war. Egal, wie sehr sie versuchte, sich von anderen jungen Frauen in der Oberschicht abzuheben… Rosa war eben an Luxus und Reichtum gewöhnt. Demnach hatte sie sich zunächst ein wenig bockig angestellt, als es darum ging, ihre Komfortzone zu verlassen. Mittlerweile kam sie allerdings gerne hierher. Durch die recht gemütliche Couch sowie dem Kühlschrank sah der Raum wenigstens nicht allzu kahl aus. Zudem ging es doch hauptsächlich um das Singen und die Musik.
Da sie dank ihrer Überpünktlichkeit normalerweise immer die erste Person war, die zu ihren gemeinsamen Treffen erschien, hatte sie nicht erwartet schon jetzt jemanden anzutreffen. Verwundert legte sie die glatte Stirn in Falten, sobald sie eine ihrerseits nicht unbekannte, männliche Stimme zwischen den dünnen Wänden singen hörte. War das… Ajax? Möglichst leise öffnete die Brünette die Tür, tippelte neugierig hinein und tatsächlich — Ajax saß auf dem Sofa, eine Akustik-Gitarre in den Händen und sing ein leises Ständchen. Er war… ziemlich gut. Man hörte ihm definitiv gerne zu. Noch bevor sie sich stoppen konnte, kräuselte sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Glücklicherweise hielt er seine Augen geschlossen, weswegen er dies nicht bemerken würde. Wer wäre sie, wenn sie so offensichtlich zeigen würde, wie beeindruckt sie in Wahrheit war? „Mit ein bisschen Übung könntest du der nächste Johnny Cash werden, Jaxie.“ Abrupt ließ Rosa ihre lederne Tasche von Saint Laurent auf einen Tisch fallen. Dass sie ihn dabei nicht gerade sanft aus einem friedlichen Moment riss, störte sie nicht länger. „Ich wusste gar nicht, dass du singst. Wieso hast du mir nichts davon erzählt?“ Abwartend zog sie eine perfekt gezupfte Augenbraue in die Höhe, als würde er gerade vor Gericht stehen und inspizierte währenddessen den kleinen Sessel gegenüber ihm nach möglichen Flecken, ehe sie sich hinsetzte, die bronze farbenen Beine übereinander schlagend.

@Ajax Tanner



zuletzt bearbeitet 23.11.2018 02:46 | nach oben springen

#4

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 27.11.2018 17:43
von Ajax Tanner | 291 Beiträge

Abrupt brach das Spiel der Gitarre und sein damit verbundener Gesang ab als er, ausgelöst von der plötzlichen Stimme, die er hörte, vor Schreck zusammen fuhr. Sofort schlug er die Augen auf und atmete dann hörbar aus als er Rosa entdeckte. "Scheiße, willst du mich umbringen?" Er klang viel mehr amüsiert als etwa böse, was sich durch das Grinsen, welches langsam auf seine Lippen trat, nur noch bestätigte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass so schnell jemand hier sein würde, denn auch wenn er schon bemerkt hatte, dass Rosa sonst immer die Erste war, wusste er nicht, dass sie SO früh hier aufschlagen würde. Während sich sein Herz allmählich wieder von dem Schreck erholte, setzte er sich etwas aufrechter auf die Couch, stellte die Gitarre zur Seite und nahm stattdessen wieder sein Bier zur Hand, von welchem er sich einen Schluck genehmigte. Dass Rosa den Sessel, auf den sie sich setzen wollte, zuerst genau betrachtete, ließ ihn unwillkürlich schmunzeln. Normalerweise machte er sich über Leute wie sie eher lustig, doch auch wenn er es sich nicht nehmen ließ, auch sie hin und wieder aufzuziehen, hatte er schnell erkannt, dass sich mehr hinter der Fassade des Luxus befand. Diese Welt war ihm nicht ganz so fremd, wie man vielleicht meinen wollte, auch wenn Jax sich immer so weit wie möglich davon distanziert hatte. Doch seine Ex-Freundin kam aus ähnlichen Kreisen und auch wenn sie all das gehasst hatte und sich lieber mit jemandem wie ihm abgab, anstatt sich einen reichen Typen zu suchen - ganz zum Leidwesen ihres Vaters übrigens, der Jax immer verachtet hatte - blieb es doch nicht aus, dass sie beide sich hin und wieder in die Welt der Oberschicht gegeben mussten, wenn ein Essen oder eine Feier anstand. Vielleicht erinnerte Rosa ihn minimal an seine Ex, zumindest an die Version von ihr, die sie ihrem Vater gezeigt hatte und vielleicht versuchte er auch deshalb, etwas in Rosa zu entdecken, was sie vielleicht vor den meisten verbarg. "Ich singe selten.. und wenn, dann nur für mich. Wir haben doch dich als Sängerin, da kam es mir bisher nie in den Sinn.", erklärte er ehrlich und trank einen weiteren Schluck. "Willst du auch ein Bier? Die Probe wird heute sowieso etwas entspannter.. Wir sind die einzigen. Die anderen beiden können nicht." So let the storm begin..

@Rosa Villanueva



Rosa Villanueva sagt:"Me Gusta!"
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#5

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 28.11.2018 20:12
von Rosa Villanueva | 555 Beiträge

Nun konnte sich die Brünette bei Jax’ für einen Augenblick erschrockenem Gesichtsausdruck ein vergnügtes, leises Lachen nicht verkneifen. Sie gehörte zwar nicht zu den humorvollsten und lustigsten Personen auf dieser Welt und nahm Dinge oftmals viel zu ernst auf, aber hin und wieder erlaubte sie sich ebenfalls einen kleinen Scherz. „Sowas traust du mir zu? Ich bin beleidigt,“ seufzte sie übertrieben, glättete währenddessen die Falten in ihrem Rock, sobald sie auf dem miefigem Sessel saß. Bloß an dem sachten Lächeln auf ihren Lippen würde man erkennen, dass ihre Worte lediglich als ein harmloser Witz gemeint waren.
Die beiden gaben ein eher ungewöhnliches Bild ab, besonders hier in diesem winzigen Raum, irgendwo am Ende eines Blocks, mit den paar Musikinstrumenten im Hintergrund. Von allen drei unterschiedlichen Mitgliedern ihrer noch unbekannten Band war Ajax zweifellos die Person, die sie am wenigsten erwürgen wollte. Seine gelassene, coole Art hatte etwas… beruhigendes an sich. Zudem schaffte er es noch am ehesten, sie zu zähmen und auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, wenn sie wieder einmal ihre Impulsivität und ihren Emotionen die Kontrolle über ihre Handlungen überließ. Vielleicht war das auch der Grund, warum sie ausgerechnet ihn spontan gefragt hatte, ob er sie eventuell nicht auf ein langweiliges Essen mit ihrem Vater und seinen noch öderen Kollegen begleiten würde.
„Sei nicht immer so bescheiden, Jax. Du klangst wirklich nicht übel und eine männliche Stimme könnten wir gut in ein paar Songs gebrauchen,“ sagte sie Kopf schüttelnd und zog gleich den Kasten Bier näher an sich heran, sich eine Flasche daraus nehmend. Keinen Wimpernschlag später gab sie diese jedoch wortlos an ihm weiter, damit er diese für sie aufmachte. Sie hatte für alle Fälle Handcreme, Eyeliner und tausend Kreditkarten in ihrem Täschchen dabei… Nichtsdestotrotz wirkte Rosa nicht wie jemand, die einen Bieröffner bei sich trug, oder?
„Ich habe übrigens mit dem Schneider von meinem Dad geredet und er hat gleich all seine Termine leer geräumt, sodass er morgen den ganzen Nachmittag für uns Zeit hat,“ erklärte sie zufrieden und kramte einen Zettel aus ihrer Tasche, auf dessen Name und Adresse in ihrer typischen, ordentlichen Schnörkelschrift stand. Es war wohl eine gute Idee gewesen, ihm die Glasflasche zu reichen, denn keine Sekunde später knüllte die Latina den Zettel in ihrer Hand zusammen, verärgert mit den Zähnen knirschend. Es war so, als hätte jemand einen Schalter in ihrem Kopf betätigt, der sie zu einer Furie werden ließ, die fürchterlich zickte, wenn ihr etwas nicht passte. „Was soll das heißen, sie können nicht? Haben sie überhaupt einen Grund dafür genannt? Wir haben ausgemacht, dass wir uns heute treffen werden,“ warf sie giftig ein, obwohl Jax wohl kaum etwas an dieser Situation ändern konnte. An irgendwem musste sie es allerdings auslassen und er war ihr eben am nächsten.

@Ajax Tanner



Ajax Tanner kann nicht hinsehen
zuletzt bearbeitet 28.11.2018 20:24 | nach oben springen

#6

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 28.11.2018 22:49
von Ajax Tanner | 291 Beiträge

Oh, Rosa hatte ganz eindeutig ihren eigenen Humor, auch wenn dieser nicht unbedingt nur durch Witze zum Vorschein kam, die sie von sich gab. Natürlich machte er sich nicht über sie lustig.. zumindest bis im bösen Sinne oder hinter ihrem Rücken, aber ihre Art an sich, brachte ihn einfach das ein oder andere Mal zum Schmunzeln, auch wenn sie vielleicht gar nicht lustig sein wollte. "Mhh ein Kompliment von dir.. dann muss da wohl tatsächlich was dran sein.", zog er sie grinsend ein wenig auf, ließ sich ihre Idee aber tatsächlich durch den Kopf gehen. Vielleicht ließ er sich ja doch mal dazu hinreißen, als zweite Stimme mit ihr zu singen. Zugegeben, das würde ihnen natürlich noch ein paar mehr Möglichkeiten bei ihren Songs geben - umso mehr, wenn sie irgendwann vielleicht tatsächlich mal einen eigenen Song schreiben würden. Noch etwas in diesem Gedanken versunken, nahm er kommentarlos das Bier entgegen und öffnete es mit einem Feuerzeug, welches er in der Tasche hatte. Er war kein Raucher und doch hatte er fast immer ein Feuerzeug und sogar eine derzeit halb leere Schachtel Zigaretten dabei. Oft dienten sie ihm dazu, mit den Kids von der Straße ins Gespräch zu kommen und auch er ließ sich hin und wieder dazu überreden, eine mitzurauchen. Doch das kam eher selten vor. Oder wenn er unter Stress stand - das wiederum kam aber eigentlich noch deutlich seltener vor. Die Erwähnung eines Schneiders, brachte ihn recht unsanft wieder in die Realität zurück. Grinsend schnitt er eine Grimasse. "Oh.. super..", gab er etwas gequält von sich, bevor er einen großen Schluck von dem Bier nahm und die Flasche damit leerte. Warum hatte er sich noch gleich dazu überreden lassen? Und warum hatte er ihr auch erzählen müssen, dass er tanzen konnte? Das hatte Steine ins Rollen gebracht, die er nie hatte anstoßen wollen. Wie war das noch, dass Rosa ihn ein wenig an seine Ex erinnerte? Nun spielte er auch noch für sie die Begleitung, wie er es schon früher getan hatte. Dabei hatte er wirklich gedacht, er würde solche Feiern nie wieder ertragen müssen. Doch was tat man nicht alles für seine Freunde? Rosa hatte ihm sehr glaubhaft vermittelt, dass sie sich zu Tode langweilen würde wenn er nicht mitkam. Wie hätte er da nein sagen sollen? Dass die ganze Sache so weit eskalierte, dass sie ihn nun zu einem teuren Schneider schleppen wollte, damit er einen akzeptablen Anzug anhaben würde, hatte er allerdings nicht kommen sehen. Gerade wollte Jax ihr die geöffnete Bierflasche im Austausch für den Zettel mit der Adresse zurückgeben, als sie diesen plötzlich in ihrer Hand zerknüllte. Schweigend wartete er, bis sie ihre erste Wut bei ihm abgeladen hatte und reichte ihr dann unbeirrt die Bierflasche, während er ihr mit der anderen Hand den Zettel aus der Hand nahm. "Entspann dich, Rosie.. Was denkst du denn, warum sie nicht können? Probleme mit dem Vater und Jordan.. keine Ahnung ehrlich gesagt, aber ich bin nur sein Freund, er ist mir keine Rechenschaft schuldig. Uns beiden nicht." Er lächelte sanft und machte sich ein neues Bier auf. "Aber sieh es doch mal positiv.. jetzt haben wir Zeit, uns ein Lied auszusuchen, das wir zusammen singen können, um mal zu testen, wie es sich anhört." Nicht nur auf den Ist-Zustand hinweisen, sondern Lösungen und Alternativen anbieten, so löste man Konflikte am besten. "Hast du vielleicht irgendeines im Kopf, das dir gefällt?", fuhr er einfach fort, um ihr gar nicht die Gelegenheit zu geben, sich weiter aufzuregen. Nebenbei warf er einen kurzen Blick auf den Zettel mit der Adresse, die sich natürlich in einem der teuren Einkaufsviertel befand und steckte ihn schließlich ein, damit er ihn bis morgen Nachmittag nicht verlieren konnte.

@Rosa Villanueva



Rosa Villanueva braucht ein Beruhigungsmittel
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#7

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 30.11.2018 23:49
von Rosa Villanueva | 555 Beiträge

Wenn es etwas gab, was Rosita mehr hasste, als Unzuverlässigkeit oder Menschen ohne jegliches Verantwortungsbewusstsein, dann definitiv, wenn man zu ihr sagte, dass sie runterkommen sollte. Entnervt schnaubend, warf sie ihre gestylten, dunklen Locken über ihre schmale Schulter zurück. „Ich bin ruhig,“ kommentierte sie zischend, derweil, wohl bemerkt, völlig angespannt. Sie hätte es viel lieber gehabt, wenn Jax genauso wütend geworden wäre. Wie sollte sie da überhaupt Dampf ablassen, wenn er ihre Sprüche ständig gekonnt ablockte? Widerwillig öffnete sie ihre zierliche Hand und ließ zu, dass Jax ihr den zerknüllten Zettel aus der Hand nahm, den er auseinander faltete und anschließend sorgfältig in seiner Hosentasche versteckte. Sie selbst umfasste ohne sich zu bedanken die kühle Bierflasche, trank aber noch nicht daraus. Eigentlich mochte sie dieses billige Getränk nicht, doch sie müsste nicht erneut das stereotypische Bild eines privilegierten, feinen Prinzesschens erfüllen, das die anderen ohnehin von ihr hatten. Sein warmes, freundliches Lächeln erwiderte sie nicht. Stattdessen funkelte ihn die Mexikanerin ungehalten an, als wäre es seine Schuld gewesen, dass Jordan und ihre Bassistin nicht aufgetaucht waren. Einem Teil von ihr war auch bewusst, dass er es nur gut meinte… Immerhin war er ein lieber Kerl, würde sie sogar auf ein Essen veranstaltet von ihrem Vater begleiten, dem ihre Anwesenheit sicher nicht einmal auffallen würde. Und wenn man genau überlegte, war das nur ein Hobby und keine Pflichtveranstaltung. Aber nicht für Rosa. Sie steckte ihr ganzes Herzblut in diese Sache. Da war es ihr im Grunde genommen egal, was die anderen für Pflichten zu erledigen hatten. „Er ist dein Freund. Du weißt, dass wir niemals dazu kommen werden, unsere eigenen Songs aufzunehmen, wenn wir uns nicht aufeinander verlassen können. Wir haben nicht mal einen richtigen Namen,“ murrte die Brünette, plötzlich viel schlechter gelaunt. Sie nahm einen großen Schluck von der Flasche, um sich irgendwie abzulenken und zog bei dem bitteren Geschmack auf ihrer Zunge die Nase kraus. Nope. Das war 'ne schlechte Idee gewesen. „Und red’ nicht so mit mir, als wäre ich eines der Kinder auf der Straße, bei dem du den Seelsorger spielen kannst.“ Sie plapperte und plapperte weiter, bis sie irgendwann tief Luft holte und… bei dem Vorschlag von Jax langsam verstummte. So schnell schaffte es wohl nur er, sie zu dämpfen und allmählich war das Schlimmste auch schon überstanden. Und hey, es hätte doch um einiges schrecklicher sein können. Zumindest waren keine Bierflaschen durch die Gegend geflogen. Noch einmal an dem Bier nippend, seufzte Rosa lautlos, ehe sie die Flasche auf den Beistelltisch platzierte. „Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass du nichts aus High School Musical singen willst,“ meinte sie sarkastisch, sich eine lose Strähne etwas verlegen über ihren kleinen Ausbruch hinters Ohr streichend. Sie rang sich sogar zu einem gequälten Lächeln.

@Ajax Tanner



Ajax Tanner sagt:"Me Gusta!"
zuletzt bearbeitet 01.12.2018 02:26 | nach oben springen

#8

RE: Band Room [rented by: A. Tanner]

in Selfstorage-Center 02.12.2018 11:44
von Ajax Tanner | 291 Beiträge

Wenn man jemanden brauchte, mit dem man sich gemeinsam über etwas aufregen konnte, war man bei ihm wohl an der vollkommen falschen Adresse. Es gab wenige Dinge, die ihn überhaupt aus der Ruhe brachten, er wurde so gut wie nie laut und wenn das doch einmal der Fall war, sollte man ihm wohl lieber aus dem Weg gehen. Er hatte eine unglaublich geduldige Art an sich, doch wenn ihm einmal der Geduldsfaden riss, dann hatte es auch einen entsprechenden Grund. In den letzten drei Jahren war das deutlich häufiger vorgekommen als gewohnt.. doch die Leute im Gefängnis ließen auch nur selten vernünftig mit sich jeden und wenn man sich dort nicht durchsetzen konnte, hatte man keine guten Karten mehr. Glücklicherweise hatte er sich rechtzeitig darauf besonnen, wer er eigentlich war und jegliche dieser Verhaltensweisen mit seiner Entlassung wieder abgelegt. Daher hatte er auch die Ruhe, mit der aufbrausenden Art von Rosa klarzukommen, ebenso wie mit den Eigenarten der anderen Bandmitglieder. Er war wohl eher der Ruhepol ihrer kleinen Truppe, der die anderen nicht nur zusammengebracht hatte, sondern auch dafür sorgen musste, dass sie zusammen blieben. Er wollte sich gar nicht vorstellen, wie eine Probe ablaufen würde, wenn er einmal nicht dabei war. Sein Lächeln blieb auf seinen Lippen, auch wenn Rosa ihn weiterhin wütend anfunkelte. Feuer löschte man nun einmal am besten mit Wasser und einem Konflikt trat man am besten deeskalierend entgegen, anstatt ihn noch weiter anzuheizen. Manchmal hatte er fast das Gefühl, sie versuchte, ihn zu provozieren - gar nicht so abwegig, immerhin konnte man nur mit jemandem streiten, wenn dieser sich auf eine Diskussion einließ. Und das hatte er bisher nie getan. "Bei unserem nächsten Treffen wir über einen Namen abstimmen. Ich sorge schon dafür, dass alle da sind." Und wenn er sie persönlich abholen musste, damit alle beisammen waren. Als sie auf seinen Job anspielte, hob er minimal eine Augenbraue an, erwiderte jedoch nichts darauf, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, auch wenn ihm auf der Zunge lag, dass er sich mit diesen Kids teilweise vernünftiger unterhalten konnte als mit ihr, wenn sie sich in etwas hineingesteigert hatte. Sich diesen Kommentar zu verkneifen, erzielte jedoch die gewünschte Reaktion, denn anstatt dass sie darauf hätte eingehen können, schien sein Vorschlag sie wieder etwas runter zu bringen. Ihre Antwort ließ ihn jedoch auflachen. "High School Musical? Ich kenne und feiere nur ein einziges Musical.. und das ist Grease. Also entweder du suchst dir was daraus aus oder Musicals sind raus.", erwiderte er grinsend. Nebenbei überlegte er, was für zweistimmige Lieder ihm sonst noch einfallen würden, die nicht vollkommen kitschig waren und wenigstens ansatzweise in Richtung Rockmusik gingen.

Der späte Nachmittag wurde schnell zum frühen Abend, während sie zusammen in dem kleinen Proberaum saßen, redeten, lachten.. und sich die Stimmung im Laufe der Zeit in eine eigenartige Richtung wandelte, mit der wohl keiner von ihnen gerechnet hatte. Schließlich endete der Tag mit einigen überraschenden Wendungen und so mancher offener Frage bei ihrer Verabschiedung..

@Rosa Villanueva

tbc: Einkaufscenter



zuletzt bearbeitet 06.12.2018 20:56 | nach oben springen


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