#1

A Light of Hope

in Archiv NP's 19.08.2018 17:55
von Delia Magnolia Campbell (gelöscht)
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First Post, Delia Magnolia Campbell

Am späten Nachmittag war ich gerade erst aus dem Universitätsgebäude gekommen, da begann es wie aus den Eimern zu schütten. Sämtliche Leute suchten Unterschlupf, bei Läden oder Ständen, doch ich lief klitschnass durch die Straßen und spürte das prasseln des Regens am gesamten Körper. Normalerweise würde ich den Nahverkehr nutzen, um schnellstmöglich nachhause zu kommen, doch genoss ich den Regenfall, tanzte förmlich durch die Straßen und die Zeit verflog, wie im Winde. Meinem Weg nachhause war ich schon lange abgekommen, ich nutzte diesen Tag wie keinen anderen, um aus der Routine zu brechen. Ich suchte mir eine kleine beschiedene Bar und lies den mittlerweile relativ späten Abend, mit ein oder zwei leichten Drinks ausklingen, redete mit den Leuten, wie dem Bar Mann. Schnell verstand ich mich mit diesem, entdeckte die kleine Bühne und die Gitarre. Es zuckte in meinen Fingern, es war sowieso nichts geplant, wie ich erfuhr, und die Bar war meiner Meinung zu ruhig. Sofort sprach ich mich mit dem Bar Mann ab, die Bühne gehörte mir, das Licht hatte sich auf mich gerichtet. Stunde um Stunde vergangen, gefüllt mit Gesang wie Geklimper der Gitarre, bis zum Ladenschluss.
Erst dann checkte ich mein Handy und machte eine beunruhigende Entdeckung. 7 verpasste Anrufe, unzählige Nachrichten, alle von meiner Emilia. In meinen Kopf spielten sich mehrere Horrorszenarien ab, denn ich wusste weder aus ihren Nachrichten, in denen sie fragt, ob wir uns schnellstens treffen können, noch aus ihren nicht vorhandenen Sprach Ansagen, bei den wiederholten Telefonanrufen, was verdammt noch mal los gewesen war. Augenblicklich schnappte ich mir meine Jacke und Tasche, eilte zu einer befahrenen Straße und angelte mir eines der Taxis, welches bei mir anhielt. Ich brüllte dem Fahrer praktisch die Adresse meiner Freundin in die Ohren und versuchte sie abertausend mal zu erreichen, schrieb noch dazu Freunde an, ob sie was wüssten, doch keiner hielt die passenden Antworten bereit.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich bei ihr Zuhaus angekommen, doch nur um festzustellen, dass sie hier nicht sei. Bekannte wie Freunde versicherten mir, sie nicht an den üblichen Orten gesehen zu haben. So beschloss ich hier stumpf zu warten, immer wieder versuchend, sie irgendwie zu erreichen. Ich war mir sicher, sie würde zu Hundert Prozent nachhause kommen und dann könnte ich ihr, um was es auch ginge, weiterhelfen, beistehen oder was auch immer los gewesen war, ihr auf jeden Fall zur Seite stehen!

@Emilia Parker


Nathan Walker vergöttert es
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#2

RE: A Light of Hope

in Archiv NP's 20.08.2018 20:23
von Emilia Parker (gelöscht)
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Es war ein verdammt scheiß Tag für mich, und ich war einfach nur noch fertig mit den Nerven. Seit Wochen blieben meine Tage aus, und ich hatte mich erfolgreich bis heute davor gedrückt einen Schwangerschaftstest zu machen. Naja, es war nicht das erste mal, dass diese ausblieben, es kam schonmal vor, wenn mein Körper einfach mal wieder Kopf steht, deswegen hatte ich mir eigentlich deswegen nicht wirklich Gedanken gemacht. Heute hatte ich mir also den ganzen Mut zusammen genommen, und bin losgegangen um einen solchen Schwangerschaftstest zu machen. Eine gefühlte Ewigkeit hat es gedauert, bis ich mich dann am Ende auch wirklich getraut hatte, diesen auch wirklich zu machen. Als das geschafft war, schlug mir mein Herz bis zum Hals, wartete viel zu lange um letztendlich wirklich auf den Test zu sehen, zu groß war die Angst davor, dass dieser auch wirklich positiv war. Warum das alles so schlimm wäre? Ich war verdammt nochmal erst 22 Jahre alt, hatte nur eine Affäre am Laufen und eine Schwangerschaft war gerade das letzte, was ich gebrauchen konnte! Ich war doch selbst noch drauf und dran jedes Wochenende auf Partys abzuhängen, einfach meinen Spaß zu haben! Aber was blieb mir nun anderes übrig? Der Blick auf den Test gab mir die Gewissheit, positiv. Ich brach in Tränen aus, ohne lange zu warten wählte ich die Nummer meiner besten Freundin, Delia. Sie war schon immer mein Fels in der Brandung, und ihre Nummer war generell immer die erste die ich wählte, wenn es mir schlecht ging oder irgendwas passiert war. Gefühlt 100 Anrufe und 50 Nachrichten hinterlies ich, doch Lia war nicht zu erreichen. Vermutlich war sie in irgendeiner Bar und spielte wieder Entertainerin, und ich konnte es ihr ja nicht mal übel nehmen. Doch so verzweifelt wie ich war, suchte ich die erste Adresse nach Delia auf, und den Mann, der genauso in der Scheiße hieng wie auch ich, @Jeremiah David Hemsworth. Denn er war der, mit dem ich regelmäßig ins Bett hüpfte, und vor allem der einzige, weswegen auch er der einzige war, der in Frage kommen würde. Dort angekommen schüttete ich ihm quasi mein Herz aus, heulte Stundenlang und redete vor allem stundenlang mit ihm. Es zog mich einfach so wahnsinnig runter, doch Jer gab mir in dem Moment Halt, denn es war mir eigentlich klar, dass er dazu stehen würde, mir helfen würde und mich nicht von sich stoßen würde. Ich war so erschöpft, dass ich irgendwann bei ihm einfach einschlief, ohne zu merken dass Delia mich versuchte zu erreichen. Irgendwann schreckte ich hoch, hatte schlecht geträumt und sah auf mein Handy um nach der Uhrzeit zu sehen. Zick Anrufe und Nachrichten von Delia. "Fuck...", fluchte ich leise und stand auf, schrieb Jer einen Zettel dass sie los musste und machte sich auf den Weg, nach Hause, denn dort vermutete ich meine beste Freundin. Mit einem Taxi kam ich daheim an, sah Delia schon vor der Eingangstür sitzen, bezahlte den Taxifahrer und stieg aus. "Delia...", sagte ich nur und schon wieder kündigten sich die Tränen in meinen Augen an. Auch wenn Jeremiah hinter mit stand, war es noch immer ein Schock für mich. Ich kam auf meinen blonden Engel zu und fiel ihr quasi direkt in die Arme.

@Delia Magnolia Campbell


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#3

RE: A Light of Hope

in Archiv NP's 21.08.2018 14:29
von Delia Magnolia Campbell (gelöscht)
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Ich dachte gar nicht daran, nachhause zu gehen, ich würde hier warten, bis sie kam, egal wie lange. So verstrich die Zeit, ich überlegte, was geschehen sein könnte, Stunde für Stunde...
Mittlerweile war es schon am frühen Morgen, an dem ich endlich ihre hastigen Schritte auf mich zukommen hörte. Die Müdigkeit erstickte, ich stand gerade auf, da fiel Emilia mir tränend in die Arme. "Endlich bist du hier", flüsterte ich halb erfroren "ich hab mir schon Sorgen gemacht, du würdest gar nicht mehr kommen."
Ihre Augen waren so verweint, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Was auch immer los war, es hatte sie vollkommen aus ihrer Bahn geworfen, in der ich sie wieder zurückführen wollte. Ich griff nach ihrer Hand, drückte sie fest,blickte ihr entschlossen in die Augen.
"Was auch immer ist, gemeinsam finden wir eine Lösung dafür", versichere ich und lächel daraufhin "so wie immer."
Was auch immer Emilia Probleme oder Sorgen bereitet hatte, saßen wir uns erst zusammen und tranken einen Kaffee oder eine heiße Schokolade, dann fanden wir in der Vergangenheit stets einen Weg, schon bald über diese Lachen zu können, oder, was auch immer gewesen war, es hinter uns zu lassen. So war ich auch diesmal fest davon überzeugt gewesen, ihre Sorgen in Luft auflösen lassen zu können. Doch besaß ich kaum die Ahnung davon, was sie tatsächlich bedrückt hatte. Der Gedanke, es bald vergessen zu können, sollte sich stattdessen in Luft auflösen.
"Lass uns reingehen", schlug ich ihr vor "ich koche uns zuerst eine Tasse Kaffee und du erzählst mir, was los ist."


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